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Feuerwehr und Bergrettung
Ein starkes Team, wenn es gilt schwierige Einsätze und Übungen zu meistern
Am Sonntag den 12. November 2006
fand wieder, die schon traditionelle Gemeinschaftsübung von Feuerwehr und
Bergrettung Pfunds statt. Die Katastrophe vom letzten Jahr hat gezeigt, dass
sich diese Übungen miteinander im Ernstfall sehr positiv auswirken. Das
gegenseitige kennen lernen der verschiedenen Einsatztaktiken und Gerätschaften,
das miteinander Arbeiten beider Hilfsdienste und nicht zuletzt die volle
Motivation aller Kameraden bei Übungen und Einsätzen trägt immer wieder dazu
bei, dass schwierige Entscheidungen und Situationen fast problemlos gemeistert
werden.
Die Übungsannahme heuer war, eine
Vermurung des Radurschlbaches, mit raschem Überlaufen des Auffangsbeckens in
der Stampfau und dem Murenaustritt aus diesem. Mit viel Wissen aus dem vorigen
Jahr gingen wir alle die Übung bestens vorbereitet an. Es galt eingeschlossene
Personen im Bereich des Auffangbeckens zu bergen, diese Aufgabe war nicht ganz
einfach zu bewältigen, da wir keinen Hubschrauber mittels Taubergung zur
Verfügung hatten. Dies war aber auch gut so, denn in der Nacht oder bei
schlechten Flugbedingungen habe wir auch keinen und müssen uns mit anderen
Mitteln aus der Patsche helfen.

Mittels 30 m Drehleiter der
Feuerwehr wurde ein Kamerad der Bergrettung am Leiterende mittels Seilen und
rettungstechnischen Geräten angeseilt. Seine Aufgabe bestand nun darin sich aus
dreißig Meter Höhe zu den verletzten Personen abzuseilen, diese Erst zu
versorgen und sie dann über den selben Weg zu bergen. Dieses Unterfangen
klappte auf Anhieb problemlos und so dauerte es nicht lange bis die ersten
beiden Personen aus dem Becken in Sicherheit geborgen waren.
Der Übung wurde wie immer, ein
„Kick“ zugelegt. In diesem Falle bestand die Aufgabe darin zwei Personen mitten
aus dem überschwemmten Auffangbecken zu retten. Mit der Drehleiter war dies
nicht mehr möglich, denn die Ausladung ist eingeschränkt und es war unmöglich
so weit auszufahren. Es blieb uns allen nichts anderes übrig als nach Auswegen
zu suchen um auch diese Personen binnen kürzester Zeit noch lebend zu bergen.
An der Ostseite des Dammes wurde
von Männern der Feuerwehr ein Hubzug als Verankerung der Seilbahn an einer
großen Lärche befestigt. Auf der gegenüberliegenden Seite auf der Straße wurde
die Verankerung von Bergrettungsmännern vorgenommen, als Verankerung stand uns
der Traktor von Westreicher Alfons zur Verfügung, an dieser Stelle ein großes
Danke an Alfons, der uns jederzeit, sei es bei Übungen und bei Einsätzen bei
jeder Tages- und Nachtzeit immer zur Verfügung steht.
So wurde in kurzer Zeit eine
Seilbahn gebaut, auf welcher sich nun ein Bergrettungskamerad in die Tiefe
ließ, es funktionierte auf Anhieb mir dieser Technik perfekt, wovon sich die
interessierten Zuschauer, unter Ihnen weilte auch Bgm DI Witting Gerhard und
der ehemalige ABI Nardin August, überzeugen konnten. Die letzten Personen waren
geborgen. Andere Kameraden von Feuerwehr und Bergrettung brachten in der
Zwischenzeit Fixseile an um einen eventuellen sofortigen Rückzug aus dem
Gefahrenbereich Richtung Gonde zu garantieren. An den angrenzenden Objekten
wurde bereits mittels Schaltafen und Brettern die Hauseingänge und Fensterschächte
verbarrikadiert und versucht den ausgetretenen Wildbach wieder ins Bachbett zu
leiten.
Nach drei Stunden „Schwerarbeit“
wurde die Übung zur Zufriedenheit aller unfallfrei beendet. An der Übung
beteiligten sich 24 Mann der FF Pfunds, 13 Mitglieder der Pfundser
Feuerwehrjugend und 15 Mann der Bergrettung Pfunds.
Ein Dank gilt wie auch schon die
letzten Jahre unserem „Noldi“ Kommandantstellvertreter und dem
Bergrettungsobmann Netzer Bruno, die sich immer wieder attraktive und
zeitgemäße Übungen überlegen und sich über den Verlauf Gedanken machen.
Im Anschluss daran fand die
Übungsbesprechung in der Halle statt. Herr Bürgermeister Witting und auch Herr
Nardin August lobten die Disziplin und den hohen Ausbildungsstand auf beiden
Seiten und die perfekte Zusammenarbeit aller.
Dann kam noch der schöne Teil der Kameradschaftspflege
bei einer guten Jause und interessanten Diskussionen. Herzlichen Dank auch an
Manuela, Andrea und Angelika für die hervorragende Bewirtung und Verköstigung.
Nur so
klappt es immer wieder! Einer für alle und Alle für Einen!
Um im
Ernstfall zum Wohle der Allgemeinheit
hundertprozentig
seinen Mann zu stellen.
Schriftführer
HV Thöni Bernhard
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