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"Wir sind schon auf einem sehr hohen Niveau"              

Lobende Worte von LR Anton Steixner an die Feuerwehren des Bezirkes

Beim Bezirksfeuerwehrtag kürzlich in Nauders fanden die Führungsspitze der Florianijünger und die Landespolitiker nur lobende Wort für die Wehren im Bezirk. Sie glänzten im vergangenen Jahr - auch hochwasserbedingt - durch Einsatzbereitschaft und tadellose Teamfähigkeit. Weitere Verbesserungen sind aber immer möglich.

Beim 104. Bezirksfeuerwehrtag, der im Veranstaltungszentrum das von Nauders abgehalten wurde, lobte der Nachfolger den Vorgänger - LR Anton Steixner: "Mein Vorgänger Konrad Streiter hat mir eine perfekte Arbeit hinterlassen!" Daher werde er, obwohl die Wehren in Tirol bereits auf einem hohen Niveau angelangt und recht gut ausgerüstet seien, weiterhin um Finanzmittel kämpfen. "Mir sind die Feuerwehren sehr wichtig und ich bin stolz, wie wir das Hochwasser im vergangenen Jahr gemeistert haben!" In diesen Reigen fügte sich auch LR Toni Mattle: "Ich bin stolz, dass wir so gut ausgebildete Feuerwehren mit klaren Strukturen haben. Die Feuerwehren stehen fur Freiwilligkeit und Ehrenamtlichkeit!" - die Florianijünger seien große Vorbilder fur die Gesellschaft. Landesfeuerwehrinspektor Alfons Gruber zog aus der Hochwasserkatastrophe Lehren: Es wurden auch Personallücken sichtbar: "Bei einem solchen Einsatz über 14 Tage ist uns die Luft ausgegangen. Daher muss auf Bezirks- und Ortsebene eine bessere Mannschaftsplanung erfolgen, denn solange kann wohl kein Betrieb auf seine Mitarbeiter verzichten!"

GROSSARTIGE LEISTUNGEN. Stolz auf die 37 Feuerwehren (davon eine Betriebsfeuerwehr) ist auch Bezirkskommandant Christoph Mayr. "Seine" 2.632 aktiven Mitglieder (Durchschnittsalter 32 Jahre) waren bei 149 Brandeinsätzen (+ 57 %, davon sechs Großbrände, 13 mittlere, 41 kleinere und neun Kaminbrände), 66 Brandsicherheitswachen (+ 32 %), 380 technischen Einsätzen (-171, davon zwölf Verkehrsunfalle) und 37 Fehlalarmen (-12) unterwegs und leisteten als 8.405-köpfige Mannschaft über 74.000 Stunden. Die Schadenssummen aller Brände im Bezirk belief sich vergangenes Jahr auf 658.000 Euro (tirolweit 20,1 Mio. Euro): Kappl (20. April: 215.000 Euro), Stanz (9. Mai: 103.000), St. Anton (31. August: 57.000) und Fließ (13. November: 57.000). Alleine rund um das Hochwasser, das ein Plus von 197 Einsätzen gegenüber dem Vorjahr bedeutete, wurden mit Hilfe aus anderen Bundesländern 19.000 Einsätzstunden absolviert. "Das wäre umgerechnet die Arbeit eines Betriebes mit 85 Mitarbeitern mit einem Umsatz von zwei Millionen Euro", verglich Weisskopf. Auch bei den Lehrgangbesuchen, Schulungen und Workshops waren die Landecker recht eifrig am Werk, auch wenn die Zahl von 409 Besuchen einen leichten Rückgang bedeutet.

Der neue Abschnittskommandant Michael Nardin (l.) konnte aus den Händen von Bezirkskommandant Christoph Mayr die Katastrophen-Erinnerungsmedaillen mit Urkunden übernehmen. LR Anton Steixner (r.) gratulierte dazu recht herzlich.

PROBEN FÜR DEN ERNSTFALL.  Auch die vier Abschnittsübungen (Nauders, Kauns, Grins und St. Anton) waren gut besucht. Es sollen in diesem Bereich nun aber mehrere, dafür aber kleinere und übergreifende Abschnittsübungen ins Auge gefasst werden - denn Einsätze, für die man vor 20 Jahren wegen mangelnder Ausrüstung bis zu vier Wehren benötigte, sind bereits mit einer Wehr möglich. Erfolge gab es auch von den Landes-Feuerwehrleistungswettbewerben zu vermelden: In Schwaz erwarben sieben Gruppen das Leistungsabzeichen in Silber und 16 Gruppen jenes in Bronze; beim Nassleistungsbewerb in Galtür traten rekordverdächtige 49 heimische und 61 auswärtige Gruppen an, und sorgten damit für einen unvergesslichen Wettbewerb. "Dessen Bedeutung kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden, denn dabei geht es um das richtige und genaue Arbeiten", lobte Bezirksinspektor Otmar Weiskopf. Zahlen hatte er auch zum Thema Hochwasser parat: 15 Hubschrauber waren im Einsatz; sie absolvierten 824 Flüge mit 2.500 Landungen. Dabei wurden 650 Tonnen Material und 6.000 Personen befördert. "Die Erfahrungen aus dem Lawinenwinter in Galtür sind uns sicher zugute gekommen", meinte dazu der Bezirkskommandant. Erfreuliches gibt es von der Jugendarbeit zu berichten: Feuerwehrjugend- Sachbearbeiter Emil Schöpf betreut 147 Burschen und fünf Mädchen in 14 Jugendgruppen. Er konnte auf 57 Eintritte, 13 Austritte und 44 Überstellungen in den aktiven Feuerwehrdienst im vergangenen Jahr zurückblicken. 9.941 Ausbildungsstunden wurden investiert. Beim großen Wissenstest in Telfs folgte dann die "Ernte": Alle errangen eine Medaille (31 Mal Gold, 57 Mal Silber und 35 Mal Bronze). Kein Wunder, dass der stellvertretende Landesfeuerwehrkommandant von einer tollen Entwicklung der Jugendarbeit berichtet und damit auf eine gesicherte Basis blicken kann. So blieb auch dem neuen Bezirkshauptmann Dr. Markus Maaß nur zu erwähnen, wie unverzichtbar die Arbeit und der Einsatz der Feuerwehr ist. Maaß, selbst Mitglied der Feuerwehr in Strengen, verwies auch darauf, dass die Hauptaufgabe der Feuerwehren - wie in den Berichten zu erkennen - schon lange nicht mehr alleine die Brandverhütung und Brandbekämpfung sei.

2,7 Mio. Euro für Tiroler Feuerwehren

"Unsere Feuerwehren brauchen das beste Material, um in ihrem unermüdlichen Einsatz zum Wohl der Bevölkerung und Gäste optimal gerüstet zu sein. Deshalb haben wir in der Sitzung der Landesregierung wieder knapp 2,7 Millionen Euro an verschiedensten Unterstützungen für Tirols Feuerwehren beschlossen", erklärt LR Anton Steixner. Fast zwei Millionen Euro davon gehen als Zuschüsse in die Anschaffung von Katastrophen-Einsatzgeräte, wie zB. Rüstfahrzeuge, Boote, Zelte und technische Kleingeräte. Beinhaltet sind in dieser Summe auch 72.000 Euro für Ausrüstungs-Gegenstände, die aus dem Asfinag-Beitrag ans Land Tirol zur Aufrüstung von Portalfeuerwehren investiert werden.

 

 
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