FREIWILLIG Was steckt aber nun hinter einer "Freiwilligen Feuerwehr"
UNBEZAHLTE MITGLIEDSCHAFT:
Nun, immer wieder hört man von Betroffenen im Zuge eines Einsatzes die Meinung, wir (als Mitglieder) werden sowieso von der Gemeinde für die Einsatzleistung be-zahlt. Speziell bei technischen Hilfeleistungen, weil ja oft eine Rechnung gestellt wird. Das ist völlig falsch!! Abgesehen von einer Spende o.ä. durch den Betroffenen selbst erhalten die Einsatzkräfte keinerlei Bezahlung! Sie machen Ihren Dienst völlig unent-geltlich und dabei spielt es keine Rolle, ob es zum Zeitpunkt des Alarmes zwei Uhr früh oder sieben Uhr abends ist, 365 Tage im Jahr. Die Mitglieder sind nur aus Idea-lismus oder technischem Interesse oder auch wegen der Kameradschaft Mitglied dieser Körperschaft Feuerwehr! Und niemanden interessiert am nächsten Morgen, ob man die halbe Nacht bei einem Brandeinsatz tätig war und - verständlicherweise - nicht ausgeschlafen ist. Andererseits rechnet aber jeder Betroffene damit, dass auch jemand kommt, wenn man die Notrufnummer 122 wählt...
BUDGETENTLASTUNG DER GEMEINDEN:
Einnahmen, die eine Feuerwehr macht, werden für die Aufrechterhaltung des Betrie-bes verwendet, sei es für Einsatzbekleidung, Reperaturen, Fahrzeugbeschaffungen oder was auch immer. Grundsätzlich ist die Aufrechterhaltung einer Feuerwehr Auf-gabengebiet der Gemeinde. Sicher hören Sie oft von Feuerwehrfesten, Haussammlungen usw. Das sind keine Gelder für Ausflüge oder Kameradschaftsfeste. Auch sie dienen nur dem Zwecke der Feuerwehr und in Folge zum Wohle der Bevölkerung.
HAFTUNG:
Haben Sie gewusst, dass der Kommandant einer Feuerwehr im Grund mit seinem Privatvermögen haftet? Jedes Jahr gibt es - österreichweit - zahlreiche Gerichtsver-handlungen, weil eine Feuerwehr bei einem Einsatz etwas beschädigt hat oder sonst etwas passiert ist! Im Bezug auf eine allfällige Geldstrafe wird sicherlich die Gemein-de aushelfen, nur eine Eintragung im Strafregister kann niemand anderer auf sich nehmen, als der Einsatzleiter oder eben der Kommandant. Und trotz dessen gibt es tausende Freiwillige, die diesen "Ehren-Dienst" freiwillig durchführen.
KEIN VEREIN
Die Feuerwehr ist kein Verein, sondern eine Körperschaft öffentlichen Rechtes. Sie unterscheidet sich von einem Verein in einem ganz wesentlichen Punkt. Die Aufga-ben einer Feuerwehr sind gesetzlich geregelt! Vergleiche mit, ohne abwertend wirken zu wollen, mit einem anderen Verein sind also völlig unangebracht.
MÄDCHEN FÜR ALLES:
Speziell in den ländlichen Gebieten ist die Feuerwehr meist das Mädchen für alles. Sie ist da, um Bäume zu fällen, einen Kanal zu spülen, einen Brunnen auszupumpen oder was auch immer. Und in den meisten Fällen stellen die Feuerwehren keine Rechnung. Die meisten der Betroffenen geben aber freiwillige Spenden und wissen die Leistungen der Feuerwehr zu schätzen.
Eines steht jedenfalls fest, wir Pfundser Feuerwehrleute können uns hundertprozentig auf die Bevölkerung verlassen und das ist gut so. Sei es bei Einsätzen, Festen, Sammlungen, Übungen und Einsätzen bei Tag und Nacht.
FEUERWEHRMANN WERDEN:
Die Feuerwehr Pfunds ist natürlich auch stets bereit neue Mitglieder aufzunehmen. Ab 12 Jahren wäre es möglich der Jugendgruppe beizutreten. Der Einstieg in den aktiven Feuerwehrdienst erfolgt mit der Vollendung des 16 Lebensjahres. Der Beitritt zur Feuerwehr ist selbstverständlich mit jedem weiteren Alter möglich, ob 20 oder 40. Unser Motto lautet aber nicht: "Dabei sein ist alles!" Ein aktiver Feuerwehrmann hat seine freiwillig übernommenen Pflichten, sei es bei Einsätzen, Übungen, Schulungen aber auch bei diversen Veranstaltungen mit Ehrgeiz gewissenhaft zu erfüllen
Unser Grundsatz lautet:
"Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr", "Einer für Alle und Alle für Einen!" nur so können wir die verschiedensten, zahlreichen Aufgabenbereiche das ganze Jahr hindurch erfüllen.
Schriftführer HV Thöni Bernhard
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